Grüezi Winterthur

Grüezi Winterthur

20. April 2021

Mit Herzblut für unsere Stadt

Liebe Winterthurerinnen, liebe Winterthurer

Stadtpräsident sein ist eine spannende, abwechslungsreiche, mit sehr viel Arbeit verbundene, motivierende, aber auch herausfordernde Aufgabe. Es ist eine sehr ehrenvolle Aufgabe und sie hat sehr schöne Seiten und ein paar weniger schöne.

In den aktuellen Zeiten sind Erfahrung und Kontinuität gefragt und keine Versuche. Die Bevölkerung will ihrem Stadtpräsidenten vertrauen können. Sie wollen einen Stadtpräsidenten, von dem sie wissen, dass er ihnen zuhört, ihre Anliegen versteht und sich darum kümmert.

Und da die schönen Seiten stark überwiegen und ich immer noch hoch motiviert und voller Tatendrang bin, habe ich mich entschieden, erneut anzutreten. Anzutreten in einer Zeit, die höchst anspruchsvoll ist, mit einem hohen Wellengang. Ich möchte – bildlich gesprochen – als erfahrener Kapitän das Schiff der Stadt Winterthur weiterhin steuern und Verantwortung auch in schwierigeren Zeiten übernehmen.

Ich will weiterhin für unsere Stadt und die gesamte Bevölkerung da sein und integrierend wirken und an der weiteren Entwicklung Winterthurs arbeiten. Wir sind in den verschiedensten Netzwerken sehr gut positioniert, ich vertrete unsere Stadt wirkungsvoll und das ist wichtig. So stehen im richtigen Moment auch die richtigen Ansprechpartnerinnen und -partner zur Verfügung.

Ich rede Klartext: Wir befinden uns mitten in einer weltweiten schwierigen Lage, in einer Krise. Da braucht es Vertrauen, Erfahrung und Kontinuität.

Mein Leistungsausweis darf sich sehen lassen: In den letzten vier Jahren habe ich zusammen mit meinen Mitarbeitenden beispielsweise eine Fachstelle smart city aufgebaut, das Projekt städtisches Museumskonzept weiter vorangetrieben, das Theater Winterthur verselbständigt, das Personalstatut modernisiert und das House of Winterthur, die integrierte Standortförderung der Stadt Winterthur gegründet. Und vieles mehr.

Ich bin offen für Neues und will mit dem ganzen Kollegium im Stadtrat die Entwicklung vorantreiben. Es gilt neue Erkenntnisse zu nutzen, das hilft uns allen. Unsere Stadt ist bis jetzt durch beherztes Handeln von Exekutive, Parlament, Stadtverwaltung und dank mutiger Unternehmerinnen und Unternehmer, Privatpersonen sowie Vereinen und Stiftungen gut durch diese Krise gekommen. Ich ziehe den Hut vor so vielen engagierten Menschen in dieser Stadt!

Unsere Stadt ist grundsätzlich gut unterwegs, die Menschen arbeiten und leben gerne hier. Die Lebensqualität ist sehr hoch, die Weg sind kurz. Wir sind gut erschlossen. Die Zugehörigkeit zum Wirtschaftsraum Zürich ist von Vorteil. Wir profitieren davon. Der innovative Geist unserer Stadt ist seit dem Industriezeitalter erhalten geblieben. Als Kultur-, Bildungs- und Gartenstadt stehen wir sehr gut da. Wir sind schweizweit und international bekannt.

Für die Zukunft sind mir vor allem 5 Punkte wichtig:

1) Die sehr hohe Lebensqualität in der Stadt muss erhalten bleiben. Das bedingt in einer wachsenden Stadt eine sehr gute Quartierstruktur. Vereins- und Freiwilligenarbeit soll Wertschätzung erfahren, ohne sie hätten wir ein gesellschaftliches Problem. Und wir wollen eine familienfreundliche Gartenstadt sein und zusammen die Coronakrise überwinden.

2) Der Weg zur smart city muss weitergeführt werden. Wir nutzen die modernen Technologien, um unseren Alltag und den Kontakt zur Stadtverwaltung zu vereinfachen. Die Stadtverwaltung ist für Bürgerinnen und Bürger da, der Zugang soll einfach und auch digital sein.

3) Die Kultur und Bildungsstadt gilt es zu stärken; Vielfalt und Attraktivität will ich fördern. Kreatives Schaffen ist das Salz unserer Gesellschaft. Viele junge Menschen lassen sich in Winterthur ausbilden (ZHAW, azw, msw, ZAG, STFW, etc. etc.). Das nutzen wir als Chance, denn sie lernen so unsere Stadt schätzen und kommen ab und zu mit Unternehmen zurück.

4) Wir wollen nachhaltig wirtschaften. Mit unseren Finanzen müssen wir sorgsam umgehen, eine weitere Erhöhung des Steuerfusses wird von mir nicht angestrebt.
Wachstum findet zwar statt, eilt aber nicht und muss punkto Qualität gut begleitet werden. In einer wachsenden Stadt muss der Logistik, der Versorgung der Bevölkerung genügend Rechnung getragen werden.

Arbeitsplätze, Arbeitsplätze, Arbeitsplätze, ein seit Jahren bestehendes Anliegen von mir. Dazu brauchen wir eine Willkommenskultur, wir müssen Zeichen setzen für die Unternehmen, für diejenigen die da sind, und für diejenigen, die kommen sollen.

Dafür bauen wir auch an der Infrastruktur in unserer Stadt. Der Ausbau der A1 in Töss und Wülflingen (mit Tunnellösungen und Aufwertung der Stadtkreise), der Brüttemertunnel für die SBB, den Ausbau des Hauptbahnhofs und des Bahnhofs Grüze und die Erschliessungsstrasse Neuhegi sind wichtige Bauprojekte, die für die Entwicklung der Stadt wichtig sind und die Chancen bieten.

5) Im Umwelt- und Klimabereich tragen wir eine grosse Verantwortung. Als Energiestadt Gold, Klimabündnis-Gemeinde, mit dem Energiekonzept 2050 und allen Klimamassnahmen tun wir schon sehr viel und werden auch in Zukunft viel unternehmen. Bezüglich Mobilität wartet immer noch das vom Parlament einstimmig unterstützte städtische Gesamtverkehrskonzept auf seine Umsetzung.

Ausserdem wünsche ich mir, dass die ganze Bevölkerung mehr Sorge trägt zu unserer Stadt. Littering ist ein Ärgernis und gerade für Kinder und Tiere gefährlich; das müssen wir bekämpfen und Lösungen finden. Ich bin überzeugt, viele Menschen wollen wie ich eine sauberere Stadt.

Viele Herausforderungen sind zu bewältigen, Lösungen sind zu suchen, vieles wird gelingen, manches nicht. Aber ich setze mich für diese Stadt Winterthur ein, denn sie hat eine gute Zukunft verdient. Ich will integrieren, zusammenbringen und den sozialen Frieden in der Stadt erhalten.

Meine Partei, die Mitte Stadt Winterthur, hat Vertrauen in mich und hat mich nominiert. Dafür danke ich ihr herzlich. Vertrauen auch Sie mir, es braucht Kontinuität und Erfahrung – es braucht einen erfahrenen Kapitän am Steuer. Zusammen mit meiner Partei gehe ich selbstbewusst in diese Wahlen 2022.

 

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